Sag’s durch die Blume – mit Tulpen

Mit ihrer hohen Symbolkraft und ihrer bunten Vielseitigkeit zählt die Tulpe zu den bedeutsamsten Blumen in der Trauerfloristik.

Blumen sind ein wichtiger Bestandteil der Trauerkultur: Sie symbolisieren das Leben, ebenso wie seine Vergänglichkeit. Als Zeichen der Wertschätzung und der Liebe und als persönliche Form des Abschieds, die den Hinterbliebenen Trost spenden kann, ist der richtige Blumenschmuck ein wesentlicher Beitrag für eine würdige und stilvolle Verabschiedung.

Eine bedeutende Blume der Trauerfloristik ist die Tulpe, versinnbildlicht sie doch die Vergänglichkeit alles Irdischen und die Auferstehung nach dem Tode. Die Tulpe steht außerdem für Wohlstand und Reichtum, Glück, Schönheit, Zuneigung und Liebe. Im Frühjahr sollte sie somit bei keinem Begräbnis fehlen.

Ein letzter persönlicher Gruß
„Das handwerkliche Geschick von FloristInnen und FriedhofsgärtnerInnen und ihr Wissen über die tiefe Bedeutung der Blumensymbolik ist eine wichtige Stütze, auch im Trauerfall“, so der steirische Friedhofsgärtner Mario Marbler. „Die richtige Blumenauswahl mit ihrer jeweiligen Blumensprache stellt eine Wertschätzung dem Verstorbenen gegenüber dar und verleiht jedem Abschiedsgruß eine persönliche Note.“

So drückt die weiße Tulpe die ewige Liebe aus, während rote Tulpen für tiefe Verbundenheit und Liebe stehen. Die blaue Tulpe wiederum symbolisiert Treue, die schwarze Tulpe große Leidenschaft. Gelb versinnbildlicht Glück und Fröhlichkeit, Lila eher Bescheidenheit.

Tulpe mit langer Tradition

„Geboren“ wurde die Tulpe in Persien, von wo aus sie in die Türkei gelangte. Ihren Namen verdankt das schöne Liliengewächs übrigens seinem Aussehen, das einem Turban – tülbent – ähnelt. Mit Ghiselin de Busbecq, dem österreichischen Gesandten am Hofe des Sultans Süleyman I., der seinen Palast und seine Gärten mit Tausenden von Tulpen schmückte, gelangte die Tulpe 1554 nach Wien und damit nach Europa. Ab 1593 kam die Tulpe mit Händlern und Gelehrten nach Holland – dem Tulpenland, und das bis heute.

Schön früh rückte die Tulpe hier als wichtiges Handelsgut und Statussymbol in den Fokus, und wurde daher schnell zum überaus teuren Spekulationsobjekt. In Amsterdam wurde eine Tulpenzwiebel beispielsweise zum Preis eines Grachtenhauses gehandelt. – Eine Zeit, die als „Tulpenmanie“ in die Geschichte einging. Als die holländische Regierung im Jahr 1637 die Tulpenpreise gesetzlich festschrieb, brachen die Märkte zusammen, was schließlich zum ersten „Börsenkrach“ führte. Dieses historische Ereignis wurde fortan auch von zahlreichen Malern in ihren Werken aufgegriffen, und die Tulpe als Symbol für die Vanitas, die Eitelkeit, stilisiert.

Nutzen Sie das Wissen der heimischen Profis
Heute zählen Tulpen zu den beliebtesten Frühlingsblühern, die als Schnittblumen oder als Topfpflanzen auch in der Trauerfloristik überaus vielseitig einsetzbar sind. Die heimischen FloristInnen und FriedhofsgärtnerInnen beraten Sie bei der Auswahl und stehen Ihnen bei der Gestaltung einer individuellen Abschiedsfeier gerne unterstützend zur Seite.

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